Die Avacon AG plant das Energiemuseum nach mehr als 40 Jahren aufzugeben. Nach Aussagen der Avacon AG spielen hierfür unternehmerische Gründe eine Rolle. Wie es mit den mehr als 30.000 Exponaten weitergehen soll, ist derzeit unklar. Mehrere tausend Besucher pro Jahr haben das Energiemuseum besucht. Eine Schließung würde besonders junge Menschen benachteiligen, weil sie kaum die Möglichkeit hätten zu erfahren, wie wichtig Energie für unser heutiges tägliches Leben ist.

Die Entscheidung der Avacon AG zur Schließung des Energiemuseums betrübt uns sehr. Wir können zwar nachvollziehen, dass das Unternehmen dies aus Kostengesichtspunkten so entscheidet. Allerdings hätten wir erwartet, im Vorfeld mit der Stadtpolitik ins Gespräch zu treten. Schließlich will die Avacon AG auch in Hannover Geschäfte tätigen und potentielle Kunden überlegen heute, welche Anstrengungen für Nachhaltigkeit und Kultur seitens eines Unternehmens unternommen werden.

Der Oberbürgermeister  ist nun gefordert, sich unverzüglich für den Erhalt dieses Juwels der hannoverschen Museumslandschaft einzusetzen. Wir erwarten, dass der Oberbürgermeister sich darum kümmert, eine Strategie für den Fortbestand zu erarbeiten.

Oberbürgermeister Onay lässt kaum eine Gelegenheit aus, die Wichtigkeit der Energiewende und der Elektromobilität für die Zukunft unserer Stadt zu betonen. Wenn das nicht nur hohle Phrasen unseres Stadtoberhauptes sein sollten, ist es jetzt Zeit konkrete Taten folgen zu lassen.

Wir erwarten, dass der Oberbürgermeister umgehend Gespräche mit dem Vorstand der Avacon AG aufnimmt, anschließend die Ratsfraktionen über den Inhalt dieser Gespräche informiert und einen Plan zum Fortbestand des Museums durch die Stadtverwaltung erarbeiten lässt.

Um es mit den Worten des ehemaligen Bundeskanzlers Helmut Kohl zu sagen: „Wer die Vergangenheit nicht kennt, kann die Gegenwart nicht verstehen und die Zukunft nicht gestalten.“ Mit der Fortführung des Energiemuseums geht es um die Bewahrung von Historie in unserer Stadt.