Die Kandidatin für das wichtige Amt der Wirtschafts- und Umweltdezernentin konnte nie wirklich überzeugen. Das war auch den Bündnispartnern und dem Oberbürgermeister bekannt. Insofern hat man den beispiellosen Vorgang vom vergangenen Donnerstag sehenden Auges in Kauf genommen. Nicht nur die Dezernentin, auch das Bündnis und der Oberbürgermeister sind hierdurch irreparabel beschädigt worden. Die Beendigung des Bündnisses ist daher nur folgerichtig.

Gleichwohl wird mit der Beendigung der Ampel den Wählerinnen und Wählern auch ein wenig Sand in die Augen gestreut. Die Sommerpause ist angebrochen, heute tagt zum letzten Mal der Verwaltungsausschuss, richtungsweisende Entscheidungen stehen nicht mehr an. Der öffentlichkeitswirksame Knall entpuppt sich daher bei genauerem Hinsehen als Theaterdonner. Es hätte wichtigere Gelegenheiten gegeben, dieses Bündnis aus vorzeitig zu beenden. Das Ende kommt daher zu spät für die Landeshauptstadt. Die letzten Jahre waren fünf verlorene Jahre für Hannover.