„Wir fordern die rot-grüne Landesregierung auf, umgehend Fördermittel für den Bau von studentischen Wohnheimen in Hannover bereitzustellen!“, erklärt Jens Seidel, Vorsitzender der CDU-Ratsfraktion, die gleichlautende Resolution seiner Fraktion zu diesem Thema. Hintergrund ist der dramatische Mangel an Wohnheimplätzen für Studenten in der Landeshauptstadt.

„Ziel muss zunächst eine dauerhaft deutlich erhöhte Anzahl von Wohnheimplätzen in Hannover sein, die mindestens das Niveau des Landes- und Bundesdurchschnitts erreicht. Im Wintersemester 2015/2016 lagen wir in Hannover bei einer Unterbringungsquote von 5,15 %, wohingegen der Bundes- und Landesdurchschnitt bei knapp 10 % lag“, erläutert Seidel und ergänzt verärgert: „Trotz einer erfreulichen Steigerung der hannoverschen Studentenzahlen in den vergangenen 3 Jahren um 20%, ist die Anzahl der Wohnheimplätze im gleichen Zeitraum nur um etwas mehr als 2% gestiegen!“

„Das Land Niedersachsen verschläft die Entwicklung und handelt nicht. Denn trotz dieser alarmierenden Zahlen aus Hannover, fährt Rot-Grün die Wohnheimplatzförderung auf null zurück. Hannover gehört niedersachsenweit zu den Schlusslichtern beim Angebot der Studentenwohnheimplätze im Verhältnis zu den Studierenden. Die Schönrechnerei des Landes mittels Städten mit hohen Unterbringungsquoten hilft den Studierenden in Hannover nicht, wenn sie zum Semesterbeginn ohne Dach über dem Kopf sind – zumal zelten, wie vom Allgemeinen Studentenausschuss (AStA) der Hochschule Hannover provokant vorgeschlagen, ab Oktober nicht wirklich eine Option ist“, stellt Seidel fest.

„Die Landeshauptstadt Hannover mit ihrem hervorragenden Angebot an Universitäten und Fachhochschulen wird seitens des Landes Niedersachsen derart stiefmütterlich in Hinblick auf die Wohnraumsituation für Studenten behandelt, dass einem Angst und Bange um den wissenschaftlichen Nachwuchs in Hannover werden muss“, zeigt sich Seidel erbost über das mangelnde Engagement.

„Wir alle wissen, dass wir auf gut ausgebildete (Nachwuchs-)Fachkräfte angewiesen sind und man möglichst zeitig eine Vor-Ort-Bindung erreichen sollte. Hannover bringt dafür grundsätzlich die besten Voraussetzungen mit. Nur scheint das Land Niedersachsen offensichtlich die Potentiale der Landeshauptstadt diesbezüglich verkümmern lassen zu wollen. Für den Universitätsstandort Hannover ist das eine denkbar schlechte Situation!“, so Seidel abschließend.