Die CDU-Ratsfraktion fordert in einem Antrag, dass für die Zeit des Neubaus der Dornröschenbrücke ortsnah eine Behelfsbrücke errichtet werden soll. Dies wird derzeit von der Stadtverwaltung und dem Ampel-Bündnis abgelehnt.

In unserem Antrag fordern wir, bei den weiteren Planungen des Neubaus der Dornröschenbrücke eine Behelfsbrücke aufzunehmen. Zum jetzigen Zeitpunkt ist dies noch sehr gut möglich, so hat die Verwaltung eine Behelfsbrücke als prinzipiell machbar dargestellt. Wer die Lage vor Ort kennt, weiß, dass eine Alternative notwendig ist.

Es ist schon ein starkes Stück, dass sich die Stadtspitze unter grüner Leitung und das Ampel-Bündnis gegen eine Ersatzbrücke aussprechen. Dabei handelt es sich bei der Dornröschenbrücke um eine elementare Radfahrer- und Fußgängerbrücke. Schon jetzt ist erkennbar, dass die Schwanenburgbrücke und die Justus-Garten-Brücke vom zusätzlichen Verkehrsaufkommen überlastet werden. Radfahrer und Fußgänger scheinen dem grünen Oberbürgermeister und der Ampel-Mehrheit im Rat egal zu sein. Auch die Meinung vor Ort wird wieder einmal vom Tisch gefegt. Insgesamt ein fatales Signal für die Mobilität in unserer Stadt.

Zum Hintergrund:

Der Neubau der Dornröschenbrücke zwischen Linden und der Nordstadt soll ab dem 2. Quartal 2022 bis zum 4. Quartal 2023 andauern, sodass eine Leinequerung für Fußgänger und Radfahrer an dieser Stelle nicht möglich sein wird. Für Radler und Passanten wäre der Umweg über die Schwanenburgbrücke und die Justus-Garten-Brücke unzumutbar. Baulich sind diese nicht für das zusätzliche Verkehrsaufkommen ausgelegt und würden auch aufgrund ihrer Lage zu erheblichen Umwegen führen.

Der Gremienbeschluss zum Neubau der Dornröschenbrücke steht noch aus. Die Möglichkeit einer Behelfsbrücke wurde vom Baudezernenten im Bauausschuss angesprochen und als machbar dargestellt, allerdings mit Zustimmung des Ampel-Bündnisses verworfen.